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Forum Kommentare
Kommentar zu Hund totgetreten beim Gassigehen
Das tut mir sehr Leid. Meggy ist bestimmt wie jeder Hund ein Gefährte, der einem ans Herz wachsen kann. Ich habe selbst vor einigen Jahren, wenn auch unter milderen Umständen einen Hund verloren. Ich weiß, dass es schmerzt. Aber geblieben ist mir die Erinnerung an viele tolle Stunden zusammen mit der Familie und die Eigenheiten und Marotten, die ihn zu dem gemacht haben was er war. Vielleicht hilft es von diesem Standpunkt her an die Trauer heran zu gehen.
Als ich die Kommentare in diesem Forum gelesen habe, ist mir wirklich mulmig geworden: "Menschen sind einfachen die größten Bestien unter den Tieren" (Claudia). Dieser Satz trifft mit Sicherheit zu. Kein anderes Lebewesen auf dieser Welt zeigt Züge, die anderen (vor allem auch Artgenossen) so viel Schaden zufügen und sogar größtenteils auch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte. Dieser Satz findet sich in vielen Variationen und unterschiedlichster Ausprägung sehr oft in den Kommentaren dieses Beitrags.
Die Aussage über die Menschen scheinen sich in diesen Kommentaren selbst zu bestätigen: "Ich wünsche ..., dass sie so einen Schmerz empfinden wie Meggy, aber ihr Leben lang." (Rita) "..., den würde ich killen, selbst wenn ich lebenslänglich dafür in den Bau müsste." (Thomas) "Man sollte das gleiche mit dem machen, einfach auf den Boden legen und so lange drauf rum trampeln, bis...!" (scarlet).
Wer fragt da noch "Welcher tyrannischer Mensch macht sowas"? (Maren) Oder denkt, "ich kann es nicht glauben, dass es solche Menschen überhaupt gibt, die so was machen, die kein Gewissen haben." (Michi). Die Kommentare zeigen schön, dass selbst in diesem Forum jeder 2. bereit zu sein scheint, nicht einmal "nur" einen Hund, sondern einen Menschen zu töten oder lebenslänglich zu bestrafen. Da ist es ganz richtig, was Maren geäußert hat: Der Mensch, die größte Bestie unter den Tieren, ist ein Tier. Vorausgesetzt, er ist mehr Tier als Mensch und denkt nicht weiter als seine Zehen voraus ragen. Das was der Mensch den Tieren voraus hat, sollte doch gerade diese Fähigkeit sein. Ich vermisse eine besonnenere (denkende) Einstellung in diesem Forum sehr und fühle mich hier wirklich etwas fremd. Von den rassistischen Äußerungen (Albaner) mal ganz abgesehen. "Ich könnte niemlas ein Tier töten" (Kaike) oder anders formuliert "ich würde nie so etwas schlimmes mit unschuldigen Tieren machen" scheint der Tenor zu sein, der die Kommentare vereint. Was fressen denn die Hunde? Das kommt ja alles aus der Dose, aber indem man die Dose kauft, befürwortet man ja auch die Schlachtung von Tieren, die genau so wertvoll wie jeder Hund sind. Vorsicht bei der Äußerung solcher Aussagen ist bestimmt angebracht, denn letztlich muss jeder die Verantwortung für sein Handeln übernehmen.
Ob "die Welt einfach schlecht ist" (Michi) würde ich beantworten mit "die Welt ist, was ihr draus macht". Um sich von diesem "Abfall auf zwei Beinen" (Gordana) abzuheben, schlag ich vor, selbst über die eigenen Worte nachzudenken, bevor man einen im Jähzorn geschriebenen Kommentar losschickt. Wenn ich falsch liege und die obigen Kommentare das Produkt reiflicher Überlegung sind, muss ich sagen: Arme Menschheit.
Für alle die es vielleicht nicht verstanden haben: Ich bin genauso abgeschreckt wie verständnislos über das Verhalten der drei entgegenkommenden Personen. Allerdings möchte ich bemerken, dass die vollständige Geschichte nicht bekannt ist (Herrchen hat es nicht gesehen) und daher nur schwer ein Urteil gefällt werden kann. Schon gar nicht so ein standgerichtliches wie es hier gerne einige sehen würden.
Ich weiß noch aus eigener Erfahrung, dass ein Hund unberechenbar ist und auch manchmal einfach auf eine bestimmte Person zurennt oder dergleichen. Das löst im betroffenen oft einfach unterschiedliche Gefühle aus. Ich hatte früher große Angst vor Hunden, weil es viele Leute einfach an der nötigen Verantwortung haben fehlen lassen und ihre besten Freunde eben doch unerahntes Verhalten gezeigt haben. Ich bin im letzten halben Jahr zweimal beinahe gestürzt, weil ein Hund an der Leine auf den Fahrradweg gerannt ist. Beide male kam der Besitzer entgegen und hätte das kommen sehen können. Als Besitzer ist man eben auch immer in der Verantwortung darauf zu achten, dass es sowohl den Mitmenschen als auch dem eigenen Tier gut geht und niemand Schaden nimmt.
Vielen Dank für das Lesen meines Kommentars. Ich hoffe, dass es vielleicht den einen oder anderen erreicht.
jeder 02.03.2011; 11:18:02 Uhr [169 Hits]
- jeder 02.03.2011; 11:18:02 Uhr [169 Hits]