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Kommentar zu kaukasischer Schäferhund genannt Owtscharka - Hund der Extraklass
Privet!
Im Großen und Ganzen erst einmal die Feststellung: gut, dass sich jemand die Mühe macht, den Kaukasen vorzustellen. Allerdings, auch hier wieder grundsätzliche falsche Aussagen. Nun, mir ist klar, sehr viel ist dem subjektiven Empfinden geschuldet.
Ich kann folgendes sagen. Ich halte seit 25 Jahren Kaukasen und Mittelasiaten. Und es ist nicht richtig, wenn der Autor des Artikels solche Aussagen (wahrscheinlich seine Erfahrung und wenn es so ist, dann hat er versagt!) trifft, Zitat: "...ist als Begleithund alles andere als geeignet. Er lässt sich nur schwer und wenn überhaupt, nur mit Liebe und Strenge und Konsequenz erziehen. Meist aber ignoriert er die Wünsche seines Halters gänzlich."
Wenn man den Hund in der Prägungsphase dahingehend beeinflußt, dass er erkennen kann, wo er sich einzuordnen hat, dann gibt es mit den Kaukasen und Mittelasiaten keine Probleme. Leider wird gerade in dieser Zeit alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und ja, einen erst einmal versauten Kaukasen kann man nur schwer auf Linie bringen. Aber auch das geht. Und zwar ohne jegliche körperliche Gewalt. Aber dazu muss man eben diese Hunde lieben, verstehen, mehr als nur ab und zu am Tage mit ihm in Konversation treten. Meine Hunde sind immer um mich. Ich fahre nie in den Urlaub ohne die Hunde. Die Hunde sind Teil der Familie, wie die Kinder.
Ich will es kurz machen: Wenn man mit Verstand und Einfühlungsvermögen den Kaukasen erzieht, dann wird er sein, wie alle meine Hunde waren oder sind. Verträglich zu jedem anderen Hund, gut leinenführig (worauf ich keinen besonderen Wert lege, da meine Hunde meist ohne Leine unterwegs sind, weil gut abrufbar.), nicht aggressiv zu Menschen und eingepaßt in die Gesellschaft. Als Beispiel will ich meine Hündin Katta und den Rüden Cino nennen. Mit diesen Beiden machte ich lange Zeit Begegnungstherapie in Altenheimen. Leider sind beide verstorben. Von meinem ersten Rüden Matze könnte ich Bilder en masse veröffentlichen, wie er zwischen all unseren Haustieren liegt, besprungen von Kaninchen, umgeben von Gänsen und Ziegen. Und keiner wurde verletzt oder dazu angeregt. Die Tiere fanden alleine zu einander. Dieser Rüde wurde 14 Jahre alt und wurde dann erlöst, weil ihm der typische Verfall des Alters erfasste.
Mein jetziger Jungrüde ist die Freundlichkeit in Person. Das trifft auch auf die Mittelasiatin zu.
In all den Jahren gab es von meinen Hunden keine Aggressionen gegenüber Menschen oder Tieren. Und ich betone es nochmals: wenn die Erziehung mit Konsequenz und Liebe und dem Verstand durchgeführt wird, die dem Hund auch die Möglichkeit gibt, sich anzulehnen an den Menschen, der sein Rudelgefährte ist, dann sind alle Herdenschutzhunde wesentlich besser zu händeln als jeder andere Hund. Als letztes möchte ich zu bedenken geben, dass genau das auch so sein muss. In ihren Abstammungsgebieten könnte sich kein HSH erlauben ein Tier zu reissen oder ein Mitglied der Dorfgemeinschaft anzumachen. Auch diese absurden Aussagen, der HSH würde bedingungslos angreifen, treffen nicht zu. Genau das tut er nicht, denn in den Gebieten wo er noch arbeiten muss, wäre das zu 90% sein Tod.
Also: wer keine Horrorstorys über Herdenschutzhunde - insbesondere Kaukasen und Mittelasiaten - hören und lesen möchte, der schreibe an: tjukurpa@rambler.ru oder franck.gauer@yandex.ru
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jeder 21.03.2010; 19:37:50 Uhr [318 Hits]
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